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Chancengleicheit zwischen                                                    Frau und Mann im Pongau 2010

 

Chancengleichheit zwischen Frau und Mann im Pongau und die Frage der Repräsentanz von Frauen in öffentlichen Gremien – wie sieht es damit im Pongau aus?

Zeigt sich etwa auch hier das Phänomen, dass nämlich die Gleichberechtigung in Österreich keine Erfolgsgeschichte ist, oder prägnanter gesagt, dass man vom "Macho-Paradies Österreich" reden kann, wie es in Profil vom 2.3.2010 steht?

 

Im Pongau leben mehr Frauen als Männer. Das bedeutet aber keineswegs, dass sich dieses Verhältnis auch nur annähernd im öffentlichen Leben widerspiegelt.

Laut einer Diplomarbeit der Universität Salzburg steigt das Ausmaß der patriarchalen Ausprägung mit der Entfernung vom Zentralraum. Eindrucksvoller kann diese Aussage nicht belegt werden als mit diesem Foto aus der Presse, das darstellt, welche Personen an einem „Regionalen Entwicklungskonzept Pongau“ beteiligt sind.

 

Kirchen bleiben in den Dörfern

… und Männer unter sich!

 

KoKon fragte nach:

 

Was wäre, wenn Sie als Bürgermeister aufgrund gesetzlicher Vorschriften aufgefordert wären, bis zur nächsten Wahl des Gemeinderates für einen 50%igen Frauenanteil in der Gemeindevertretung zu sorgen? Welche Schritte würden Sie dafür heute schon unternehmen?

 

Diese Frage wurde den 25 Bürgermeistern der 25 Pongauer Gemeinden am 29.10.2009 vom KoKon gestellt.

 

Die Antworten der Bürgermeister wollten wir hier veröffentlichen.

 

Aber: Bis zum März 2010 hat noch keiner aus der Herrenrunde geantwortet.

 

In den Newslettern der Bundesministerin für Frauen wird immer wieder auf die Bedeutung der Einführung von Quoten hingewiesen. Hier ein Beispiel aus dem Newsletter vom 15.12.2009:

Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek:

Öffentliche Betriebe haben fast doppelt so viele Frauen in Führungspositionen wie die Privatwirtschaft Zum Stolz sein gibt es keinen Grund - verpflichtende Quote unumgänglich Wien (OTS) - "16,1 Prozent aller Aufsichtsräte und 11,6 Prozent aller Vorstände in Betrieben der öffentlichen Wirtschaft sind Frauen. Das ist besser als in den Jahren davor, aber weit entfernt von 40 Prozent", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in Reaktion auf den heutigen Rechnungshofbericht. Damit würden Betriebe in öffentlicher Hand deutlich mehr von Frauen gelenkt werden als in der Privatwirtschaft.

 

"Staatsnahe Betriebe haben fast doppelt so viele Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen wie die Privatwirtschaft. Das ist der richtige Weg. Aber zum Stolz sein gibt es keinen Grund. Wir müssen die Anstrengungen verstärken, um der Privatwirtschaft mit gutem Beispiel voranzugehen". Man werde nicht daran vorbeikommen, eine verpflichtende Quote einzuführen, so Heinisch-Hosek weiter. Denn ohne eine Verpflichtung würde man nur sehr langsam vorankommen. Und das sei wirtschaftlich unvernünftig. Denn wie EU-Studien belegen, bedeuten mehr Frauen an der Spitze auch ein höheres und nachhaltigeres Wirtschaftswachstum.

 

Es sei sehr erfreulich, dass der Rechnungshof die Anregung aufgegriffen habe, den Anteil von Frauen und Männern in den Aufsichtsräten und Vorständen auszuweisen. Denn mehr Transparenz bringt mehr Information. Und das werde uns sicher in der Debatte um mehr Frauen in Führungspositionen weiterbringen, sagte die Ministerin abschließend.

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