LEADER-Projekt „FRAUwärts statt rückWÄRTS“
(6 Arbeitspakete)

Interviews zum Thema „Wählen“ im Rahmen „Starke Frauen gehen wählen“.




Arbeitspaket 1) Frauen.Wahl (Starke Frauen gehen wählen)
In Österreich hat jede Bürgerin das Recht zur Mitbestimmung über den politischen Weg des Landes, indem sie bei den regelmäßig stattfindenden Wahlen ihre Stimme abgibt. Helfen wir alle mit, dass das auch so bleibt. Denn starke Frauen* gehen zur Wahl.

Warum es wichtig ist, zur Wahl zu gehen
Die freie Demokratie ist für freie Menschen
Unsere Demokratie braucht unsere Stimme.
Es ist nicht selbstverständlich, dass die Menschen einer Nation mitbestimmen können, wie ihr alltägliches Leben gestaltet ist und nach welchen Regeln alle handeln sollen, um ein faires Zusammenleben gewährleisten zu können. Für uns ist die Demokratie jene Staatsform, die uns allen zu einem freien Leben verhilft.
- Die Demokratie lebt nur, wenn wir Menschen uns beteiligen. Möglichst viele sollen ihr Recht auf Mitbestimmung auch nützen. Wer wählt, stärkt die Demokratie.
- Diese Freiheit wollen wir nicht aufgeben. Weder heute noch in der Zukunft. Wählen ist ein Ausdruck der Gleichberechtigung.
- Feiern wir den Wahltag als Tag der Demokratie!
Starke Frauen gehen wählen!
Es geht um das Jetzt und um das Morgen.
Das Recht zu wählen wurde hart erkämpft. Später als Männer bekamen Frauen* erst im vorigen Jahrhundert auch diese Möglichkeit. Sie wollten genauso mitreden, ihre Ideen und Forderungen einbringen. Zu Recht: Frauen* machen die Hälfte der Bevölkerung aus und sind ein tragender Teil der Gesellschaft.
Was es dir bringt, zur Wahl zu gehen
- Du bringst dich ein. Deine Mitbestimmung zählt.
- Deine Stimme wird gehört. Wenn wir nicht wählen, entscheiden die anderen allein.
- Du kannst mitgestalten. Es liegt an uns allen, was in der Gemeinde passiert.
- Wählen ist einfach. Komm’ ins Wahllokal oder nutze die Briefwahl.
- Du nützt dein Recht.
So gebe ich meine Stimme ab
Das Wahllokal im Gemeindeamt
Für die Europawahl stehen am Sonntag, 9. Juni eigene Wahllokale zur Verfügung. Alle Wahl berechtigten erhalten im Vorfeld die nötigen Informationen zu den Wahllokalen und zu den Wahlzeiten. Wer am Wahltag selbst verhindert ist oder befürchtet, das Wahllokal nicht aufsuchen zu können, hat die Möglichkeit, per Briefwahl die Stimme abzugeben. Wichtig ist dabei, rechtzeitig die Wahlkarte zur Verfügung zu haben.
Die Wahlkarte kann direkt im Amt abgeholt oder online angefordert werden.
Mit der Briefwahl unabhängig sein
Die Wahlkarte ist ein Kuvert, das alle Unterlagen für die Stimmabgabe vor dem Wahltag enthält: die Stimmzettel für die Gemeindevertretungs- und die Bürgermeister*innenwahl sowie das Wahlkuvert. Auf der Wahlkarte selbst ist genau beschrieben, was zu tun ist. Das fertig verschlossene Wahlkuvert kann direkt im Gemeindeamt abgegeben oder per Post geschickt werden.
Wichtig: Spätestens am Tag der Wahl muss die Wahlkarte bei der Behörde eingelangt sein.
Starke Frauen wählen Demokratie!
- gleiches Recht für jede Stimme
- direkt im Wahllokal oder per Briefwahl
- einfach, persönlich, geheim
Kultur und Bildung unter der Zirkuskuppel
Kultur- und Erwachsenen-Bildungsmesse Pongau
Am 26. September 2024 in Bischofshofen
14.15 Uhr: Vortrag von KoKon: Starke Frauen gehen wählen
2024 ist das Jahr der Wahlen. Das Recht zu wählen, wurde hart erkämpft. Später als Männer bekamen Frauen diese Möglichkeit erst im vorigen Jahrhundert.
Sie wollten genauso mitreden, ihre Ideen und Forderungen einbringen. Diese Freiheit wollen wir nicht aufgeben. Weder heute noch in der Zukunft. Wählen ist ein Ausdruck der Gleichberechtigung.

Gewinnspiel: Reise nach Brüssel!
Ein besonderes Highlight der Kampagne war ein Gewinnspiel, bei dem die Teilnehmerinnen ihr Wissen über die Geschichte des Frauenwahlrechts in Österreich testen konnten. Die Frage lautete: „Wann erhielten Frauen in Österreich das Wahlrecht?“ Die Gewinnerin, Nina Tockner (23), Studentin aus St. Veit i. Pg., wurde für ihr Engagement und ihr Wissen (Frauen in Österreich erhielten 1918 das Wahlrecht) belohnt und freut sich nun auf eine Reise für zwei Personen nach Brüssel.
Arbeitspaket 2) Frauen.Öffentlich (Neues Logo und neue Homepage)
Das Neue KoKon-Logo ab November 2024
Diese neue Homepage ging November 2024 an den Start.
Arbeitspaket 3) Frauen.Raum.digital (Eine digitale Plattform mit Infos rund um das Frauenleben)

Der digitale Frauenraum ist eine onlinebasierte Plattform, die Frauen einen sicheren, informativen und empowernden Raum bietet. Ziel ist es, relevante Informationen, Austauschmöglichkeiten und Unterstützungsangebote zu bündeln und nieder-schwellig zugänglich zu machen. Der Frauenraum verbindet Information, und Community und richtet sich an Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen. 2025 wurde recherchiert, Informationen gesammelt, gebündelt und zusammengefasst, was eine sehr zeitintensive Phase war. Gleichzeitig wurde mit der Agentur Impuls über die Umsetzung, den Aufbau und den Namen beraten und diskutiert. Schließlich wurde der Name KoKon.connect gewählt. Nachdem alle Informationen und Inhalte gesammelt waren, machte sich die Agentur an die Programmierung, Adaptierung des Logos, Umsetzung und Eingabe der gesamten Inhalte. Ende 2025 war die Onlineplattform seitens der Agentur fertiggestellt. Die neue Website wurde im Jänner/Februar 2026 dann von unserer Projektmitarbeiterin lektoriert und gelesen. Ende März ging KoKon.Connect dann offiziell online.
Neben den umfangreichen Informationen, die die Website bietet, können sich Frauen auch bei einer WhatsApp-Gruppe anmelden, bei der es um gemeinsame Unternehmungen, Austausch und Vernetzung geht – wider der Einsamkeit!






Arbeitspaket 4) Frauen.Gewalt (Veranstaltungen zu 16 Tage gegen Gewalt an Frauen)
2024
2025
2025 wurde im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen eine Plakatkampagne erarbeitet. Die Plakatkampagne sensibilisiert für Gewalt an Frauen, macht sie sichtbar, bricht Tabus und informiert (Weiterleitung mittels QR-Code auf den Plakaten) auf unserer Homepage niedrigschwellig über Hilfsangebote. Sie richtet sich sowohl an betroffene Frauen als auch an das gesellschaftliche Umfeld und mögliche Täter – ebenso solidarisieren sich Männer mit den Frauen. Die Plakate wurden sowohl in den Sozialen Medien als auch über unsere Homepage veröffentlicht. Ebenso wurden im gesamten Pongau und einigen Tennengauer Gemeinden die Plakate verteilt und an Plakatwänden veröffentlicht.






Arbeitspaket 5) Frauen.Bühne (Entwicklung eines Theaterstückes zum Thema Gewalt)

Forumtheater „Gewalt hat viele Gesichter“
Eine kreative Auseinandersetzung zum Thema Gewalt im Rahmen unseres LEADER-Projektes für Frauen „FRAUwärts statt rückWÄRTS“ mit Theaterworkshops und 3 Aufführungen.
Projektleitung: Bettina Rieser
Am 9. und 10. Mai 2025 ging es los und es fand in der Volkshochschule in Bischofshofen das erste Treffen der Theaterworkshops statt. Acht Teilnehmerinnen im Alter von 17 bis 67 Jahren kamen zusammen, um sich unter der Leitung der Schauspielerin und Trainerin Charlotte Krempl intensiv mit dem Thema Gewalt auseinanderzusetzen. Die anschließenden Workshops boten einen geschützten Raum, in dem Frauen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten ihre Erfahrungen und Perspektiven durch Theaterarbeit ausdrücken und gemeinsam reflektieren konnten. In einem offenen und kreativen Prozess wurden erste Gedanken, Gefühle und Impulse gesammelt – der Beginn einer spannenden künstlerischen Auseinandersetzung. Insgesamt gab es neun zweitägige Workshops sowie drei öffentliche Aufführungen. In den Workshops standen persönliche Geschichten, Ausdruckskraft und Empowerment im Mittelpunkt. In eindrücklichen Szenen wurden Alltagssituationen rund um das Thema Gewalt und Übergriffe durchgespielt – ehrlich, mutig und bewegend. Einige Teilnehmerinnen berichteten, dass das Theaterspielen ihnen guttue: Sorgen könnten losgelassen, neue Energie geschöpft und Kraft für den Alltag gesammelt werden. Persönliche Themen flossen immer so ein wie Erfahrungen aus dem Alltag.
In 5 unterschiedlichen Szenen wurden das Thema Gewalt in den verschiedensten Formen und Situationen aufgegriffen: Gewalt im Netz (digital), häusliche Gewalt, Übergriffe am Arbeitsplatz, Diskriminierung als Mensch mit Behinderung und Mobbing in der Schule. Das Publikum hatte im Anschluss an die einzelnen Szenen die Möglichkeit, über eigene Erfahrungen zu berichten und auch selbst auf der Bühne zu agieren. Es war möglich in eine Rolle zu schlüpfen und die Situation zu verändern: z.B. als Nachbarin bei häuslicher Gewalt einzugreifen usw. Das Publikum nahm davon gerne und oft begeistert Gebrauch und es wurden alle Szenen neu gespielt, um der Gewalt anders zu begegnen. Beim Publikum entstand so eine besonders nachhaltige Wirkung.















Arbeitspaket 6) Frauen.Krieg (Gender und Krieg, Frauenrollen)
Nach einer langen Phase relativer Sicherheit in Europa hat sich mit dem Krieg in der Ukraine das Gefühl von Stabilität grundlegend verändert. Vor diesem aktuellen Hintergrund beleuchtet das Arbeitspaket zwei zentrale Themen: die Rolle von Frauen in Kriegszeiten sowie den Umgang mit der wachsenden Angst vor globaler Bedrohung.





